Gemeinsam Golf erleben – und gemeinsam etwas Besonderes schaffen
Manchmal braucht es keine großen Worte, um zu verstehen, was Inklusion bedeutet. Manchmal reicht es, dabei zu sein.
Am Samstagabend auf der Tanzfläche. Wenn bei der Sportlerdisco gemeinsam getanzt, gelacht und gefeiert wird. Wenn es keine Rolle spielt, wer woher kommt, was jemand kann oder wobei jemand Unterstützung benötigt. Und am nächsten Morgen auf unserem Golfplatz, wenn aus Tänzerinnen und Tänzern wieder Golferinnen und Golfer werden und gemeinsam um Schläge, Punkte und Platzierungen gespielt wird.
Genau das war an diesem Wochenende wieder im Krefelder Golf Club zu erleben.
Gemeinsam Feiern. Gemeinsan Golf spielen.
Der Auftakt zu diesem besonderen Wochenende fand bereits am Samstagabend statt. Bei der Sportlerdisco wurde gemeinsam getanzt, gelacht und gefeiert – mit einer Lebensfreude, die sich am nächsten Morgen nahtlos auf dem Golfplatz fortsetzte.
Denn genau darum geht es an diesem Wochenende: um Begegnungen, um Gemeinschaft und darum, miteinander eine richtig gute Zeit zu haben. Ob auf der Tanzfläche am Samstagabend oder mit Golfschläger und Ball am Sonntag – Berührungsängste spielten keine Rolle.
Das Begrüßungsteam
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind von unserem „Begrüßunsgteam“ Andrea Sprenger und Nicole Kompalla herzlich begrüßt worden – vielen Dank für Euren Einsatz!
Aus einer Idee ist eine Tradition geworden
Zum inzwischen fünften Mal fand unser Inklusions-Golfturnier statt. Unter dem Motto „Gemeinsam Golf erleben“ kamen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um miteinander Golf zu spielen, sich zu begegnen und vor allem gemeinsam einen besonderen Tag zu verbringen.
Was vor fünf Jahren als Idee begann, ist längst zu einer festen und liebgewonnenen Tradition unseres Clubs geworden.
Auch in diesem Jahr stand das Inklusions-Golfturnier wieder unter der Schirmherrschaft des Krefelder Oberbürgermeisters. Eine Unterstützung, die zeigt, dass diese besondere Veranstaltung längst auch über die Grenzen unseres Golfclubs hinaus wahrgenommen und wertgeschätzt wird.
Doch eine Geschichte wie diese entsteht nicht von allein.
Drei Menschen, die den Anfang gemacht haben
Dass wir heute auf fünf Inklusions-Golfturniere zurückblicken können, ist vor allem drei Menschen zu verdanken: Katrin und Willi Mannheims sowie Dr. Michael Hohaus.
Mit außergewöhnlichem persönlichen Engagement, großer Beharrlichkeit und vor allem viel Herzblut haben sie dieses Turnier ins Leben gerufen, organisiert, weiterentwickelt und Jahr für Jahr mit Leben gefüllt. Hinter zwei Tagen voller Freude und einer inzwischen fast selbstverständlichen Gemeinschaft stehen unzählige Stunden der Vorbereitung, viele Gespräche und Abstimmungen – und immer wieder die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und einfach zu machen.
Was die drei damit geschaffen haben, ist weit mehr als eine jährliche Veranstaltung.
Sie haben etwas angestoßen – und inzwischen trägt der ganze Club es mit.
Vielleicht ist genau das nach fünf Jahren die schönste Würdigung ihres Engagements.
Denn auch diesmal waren es wieder viele Mitglieder des Krefelder Golf Clubs, die durch ihre Teilnahme dafür sorgten, dass aus einem Inklusionsturnier tatsächlich ein gemeinsames Golfturnier wurde. Andere unterstützten die Veranstaltung mit ihren Spenden. Viele tun beides. Sie alle haben ihren Anteil daran, dass diese Idee längst im Club angekommen ist und Jahr für Jahr aufs Neue mit Leben gefüllt wird.
Dafür möchten wir allen Mitgliedern, die dieses Turnier durch ihre Teilnahme und ihre Spenden unterstützen, von Herzen danken.
Zwei besondere Teilnehmer – Luca und Paul: Vom Kinofilm auf den Golfplatz
Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr auch zwei Gesichter, die derzeit auf der großen Kinoleinwand zu sehen sind: Luca Davidhaimann und Paul Kögler gehören zum inklusiven Ensemble der neuen deutschen Kinokomödie „Das gewisse Etwas“. Luca spielt darin Henri, Paul ist in der Rolle des Otto zu sehen.
Der Film von Regisseur Marc Rothemund erzählt auf humorvolle und warmherzige Weise von Gemeinschaft und Inklusion – und setzt dabei ganz bewusst auf einen inklusiven Cast. Menschen mit Beeinträchtigung spielen ihre Rollen selbst und werden als Persönlichkeiten mit ihren ganz eigenen Stärken und Eigenheiten gezeigt.
Bei Luca gibt es zudem eine schöne Verbindung zu unserem Turnier: Wenn er nicht gerade vor der Kamera steht, arbeitet er als Greenkeeper auf einem Golfplatz in der Nähe von Paderborn und spielt selbst gerne Golf. Für seinen ersten Kinofilm verbrachte er während Vorbereitung und Dreharbeiten rund drei Monate in Bayern.
Dass Luca und Paul nun selbst beim Krefelder Inklusions-Golfturnier dabei waren, passt deshalb wunderbar zu diesem Wochenende: Inklusion auf der Kinoleinwand – und ganz selbstverständlich gemeinsam gelebt auf dem Golfplatz.
26 Teams - und Golf ist eben Golf
Auf dem Golfplatz selbst durfte natürlich auch der sportliche Ehrgeiz nicht fehlen. 26 Zweierteams und damit insgesamt 52 Golferinnen und Golfer gingen beim fünften Inklusions-Golfturnier gemeinsam an den Start – eine beeindruckende Beteiligung und zugleich ein schönes Zeichen dafür, welchen Stellenwert das Turnier inzwischen erreicht hat.
Es wurde gekämpft, mitgefiebert und über gelungene Schläge gejubelt. Und vermutlich wurde auch der eine oder andere weniger gelungene Schlag ziemlich schnell wieder vergessen. Denn so besonders dieses Turnier in vielerlei Hinsicht ist: Wenn der Ball auf dem Tee liegt, ist Golf eben Golf.
Viel mehr als 52 auf dem Platz
26 Zweierteams und damit 52 Golferinnen und Golfer gingen gemeinsam auf die Runde. Doch das fünfte Inklusions-Golfturnier war noch viel größer: Zusammen mit Gästen und Betreuerinnen und Betreuern waren fast 90 Menschen dabei.
Und auch wer bislang noch keine Golferfahrung hatte, konnte an diesem Tag erleben, was unseren Sport ausmacht. Für Nicht-Golfspielerinnen und Nicht-Golfspieler des Heilpädagogischen Zentrums Krefeld wurde eigens ein Schnupperkurs angeboten.
Unter der Leitung von Golf-Pro Thomas Erb und Rosalie Hohaus konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Erfahrungen mit Schläger und Ball sammeln. Unterstützt wurden die beiden dabei von Julia Roosen und Jasper Kahl vom Fachbereich Sport der Stadt Krefeld.
Ein herzliches Dankeschön an alle vier, die diesen Schnupperkurs ermöglicht und mit viel Engagement umgesetzt haben. Denn auch das gehört zu „Gemeinsam Golf erleben“: die Türen zu öffnen und Menschen einzuladen, unseren Sport einfach einmal auszuprobieren.
Unser Helferteam: Ohne Euch geht es nicht - Danke Euch!
Fast 90 Menschen zusammenzubringen, ein Golfturnier, einen Schnupperkurs und ein ganzes Wochenende voller Begegnungen zu ermöglichen, funktioniert nicht ohne viele helfende Hände.
Deshalb gehört an dieser Stelle noch ein ganz besonderer Dank all den Helferinnen und Helfern aus dem Krefelder Golf Club, die vor, während und nach der Veranstaltung mit angepackt haben. Viele Dinge, die für Teilnehmer und Gäste an diesem Wochenende ganz selbstverständlich wirkten, waren nur deshalb selbstverständlich, weil im Hintergrund Menschen organisiert, vorbereitet, begleitet und geholfen haben.
Dieses Foto zeigt deshalb einen wichtigen Teil der Geschichte unseres Inklusionsturniers: die Menschen, die gemeinsam dafür sorgen, dass aus einer guten Idee Jahr für Jahr ein besonderes Wochenende wird.
Euch allen: von Herzen vielen Dank!
Wenn aus Engagement Gemeinschaft wird
Doch wenn ein solches Wochenende zu Ende geht, bleiben nicht zuerst Ergebnisse oder Scorekarten in Erinnerung.
Es bleiben die Bilder.
Menschen, die am Samstagabend gemeinsam tanzen und am Sonntag gemeinsam auf dem Golfplatz stehen. Die Freude über einen gelungenen Schlag. Ein aufmunterndes Wort nach einem schlechten. Begegnungen zwischen Menschen, die sich ohne dieses Turnier vielleicht niemals kennengelernt hätten. Und vor allem die Selbstverständlichkeit, mit der all das inzwischen geschieht.
Vielleicht liegt genau darin der größte Erfolg dieser fünf Jahre.
Als das erste Inklusions-Golfturnier stattfand, gab es zunächst eine Idee. Menschen mussten dafür begeistert, Partner gewonnen und vieles organisiert werden. Heute ist daraus etwas entstanden, das ganz selbstverständlich zu unserem Club gehört.
Katrin und Willi Mannheims und Dr. Michael Hohaus haben den Anfang gemacht. Viele andere sind ihnen gefolgt.
So wurde aus einer Idee eine Tradition, aus Engagement Gemeinschaft – und aus dem Motto „Gemeinsam Golf erleben“ längst gelebte Wirklichkeit.
Denn manchmal kann man Inklusion gar nicht erklären.
Man muss sie einfach erleben – seien Sie 2027 dabei!

















